{"id":178,"date":"2014-07-10T18:31:06","date_gmt":"2014-07-10T16:31:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/tloenfahrer\/?p=178"},"modified":"2021-04-11T16:14:26","modified_gmt":"2021-04-11T16:14:26","slug":"die-tuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/?p=178","title":{"rendered":"Die T\u00fcr"},"content":{"rendered":"<p>Der ungarische Philosoph Lajos Barabasch, ein Freund von George Luk\u00e1cs und Melchior Palagyi, entwickelt in seinem 1934 erschienen Traktat \u201eVom \u00dcberschreiten der Zeit\u201c die Idee, Zeit bestehe aus winzigen Bruchst\u00fccken, die jedes f\u00fcr sich existieren. Er beruft sich dabei auf Aristoteles, bewegt sich aber sehr schnell weg von dessen Auffassung, dass diese Zeitpartikel zwangsl\u00e4ufig ein Kontinuum bilden. Barabasch behauptet, sie k\u00f6nnten durchaus auch inkoh\u00e4rent auftreten und ein Mensch erlebt sich in einem Moment als Bewohner Ungarns zur Zeit Gyula G\u00f6mb\u00f6s und in der n\u00e4chsten Sekunde als Untertan Belas des Ersten. Beweise daf\u00fcr blieb Barabasch nat\u00fcrlich schuldig, auch wenn er als Zeugen jene anf\u00fchrte, die glaubten, schon einmal gelebt zu haben. So fanden seine \u00dcberlegungen wenig Geh\u00f6r, und nachdem sich der Philosoph kurz nach Begin des zweiten Weltkrieges das Leben genommen hatte, geriet er schnell in Vergessenheit.<\/p>\n<p>Vor kurzem stie\u00df ich auf zwei Texte (die eigentlich nur einer sind), welche Barabaschs \u00dcberlegungen st\u00fctzen. Den ersten entdeckte ich in der Zeitschrift \u201eSpuren\u201c, einem Magazin, das in den siebziger Jahren in \u00d6sterreich erschien und Aufs\u00e4tze und Geschichten \u00fcber paranormale Ph\u00e4nomene enthielt. In der Ausgabe 2\/73 fand sich eine Geschichte eines gewissen Torben S\u00fc\u00dfmuth, die ich nur aufgrund des etwas eigenartig klingenden Titels las. Die \u00dcberschrift lautete: <em>Rettungsversuch f\u00fcr eine Tote.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf dem Weg nach B. \u00fcberraschte mich am sp\u00e4ten Vormittag ein heftiger Sturm, der mit Regen, Hagel, Blitz und Donner daherkam. Urspr\u00fcnglich hatte ich geplant, zum Einbruch der Nacht in dem kleinen Ort L\u2026burg zu sein, doch wegen des Unwetters beschloss ich, im n\u00e4chsten Haus, auf das ich stie\u00dfe, um eine Unterkunft zu bitten. Nach zwei Stunden Fu\u00dfmarsch und bis auf die Haut durchn\u00e4sst, sah ich ein Anwesen, etwas abseits des Weges. Beim N\u00e4herkommen bemerkte ich, dass es alt und verfallen aussah. Der Schotterweg zum Haupthaus hatte schon den Kampf gegen Moos und Grasnarben verloren, einige Fensterscheiben waren zerbrochen, Fensterl\u00e4den schlugen, auf der Ober- oder Unterseite aus den Scharnieren gefallen, wie willenlose Fl\u00fcgel gegen den br\u00f6ckelnden Putz. Nichts lie\u00df darauf schlie\u00dfen, dass hier noch jemand lebte, aber, so dachte ich mir, wenn die T\u00fcre nicht verschlossen w\u00e4re, dann h\u00e4tte ich wenigstens einen Unterschlupf und Schutz vor dem Sturm. Aus anerzogener H\u00f6flichkeit klopfte ich gegen die gro\u00dfe Haust\u00fcr. Schlie\u00dflich dr\u00fcckte ich den gusseisernen Knauf herunter, und tats\u00e4chlich lie\u00df sich die T\u00fcr \u00f6ffnen. Ich ging hinein. In dem Moment, in dem ich die T\u00fcre hinter mir schloss, trat eine pl\u00f6tzliche Ruhe ein. In der Eingangshalle war es dunkel, aber im oberen Stockwerk, zu dem eine lange Treppe hinauff\u00fchrte, sah ich Licht.<\/em><br \/>\n<em> \u201eHallo, ist da wer?\u201c, rief ich mit lauter Stimme, doch niemand antwortete. Ich streifte meine Jacke ab, da es im Haus ungew\u00f6hnlich warm war. Langsam schritt ich die Treppe herauf, etwa bis zur Mitte und rief erneut. Wieder bekam ich keine Antwort. Am Ende der Treppe erstreckte sich ein langer Korridor, der mit einigen Kerzen erleuchtet war und von dem in gro\u00dfz\u00fcgigem Abstand auf jeder Seite drei Zimmer abgingen. Am Kopfende des Flures befand sich ein weiterer Raum, dessen T\u00fcr aufstand. Ich klopfte am T\u00fcrrahmen und ging hinein. Ein alter Mann sa\u00df dort am Rand eines gro\u00dfen Bettes, in dem eine Frau lag. Sie hatte die Augen geschlossen und ihr Gesicht war eingefallen und blass. Der Mann hielt ihre Hand und redete leise auf sie ein. Ich stand schon fast neben dem Alten, als er mich bemerkte. Er hatte einen w\u00e4ssrigen Blick und schien nur wenig \u00fcberrascht, einen Fremden in seinem Haus zu sehen.<\/em><br \/>\n<em> \u201eIch habe geklopft und gerufen\u201c, sagte ich entschuldigend.<\/em><br \/>\n<em> Der Alte lie\u00df die Hand der Frau behutsam aus der seinen gleiten und stand auf.<\/em><br \/>\n<em> \u201eEntschuldigen Sie bitte\u201c, sagte er, \u201eich habe Sie nicht geh\u00f6rt. Meine Frau\u2026\u201c und dabei zeigte er auf die bleiche Gestalt in dem Bett, \u201eist sehr krank und braucht mich st\u00e4ndig bei ihr. Was kann ich f\u00fcr Sie tun?\u201c<\/em><br \/>\n<em> Der Mann war nicht gro\u00df, sein sch\u00fctterer Haarkranz befand sich auf H\u00f6he meiner Brust und \u00fcberhaupt war er eine ausgemergelte und k\u00fcmmerliche Gestalt, passend zur Siechenden unter dem schweren Daunenzeug.<\/em><br \/>\n<em> \u201eDas Unwetter\u201c, sagte ich und deutete auf das einzige Fenster im Raum, vor das schwere Vorh\u00e4nge gezogen waren.<\/em><br \/>\n<em> \u201eOh, ein Unwetter. Heute Morgen war es noch so sch\u00f6n\u201c, sagte der Alte. \u201eAber auch dr\u00fcckend. Da kommt dann schnell etwas.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Er ging zum Fenster und schob die Vorh\u00e4nge etwas beiseite, um hinaus zu sehen. Ein heller Lichtstrahl fiel schr\u00e4g \u00fcber das Bett zur T\u00fcr hin.<\/em><br \/>\n<em> \u201eNaja\u201c, meinte er, \u201escheint sich beruhigt zu haben. Aber das Wetter ist launisch, wie alles im Leben.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Er trat vom Fenster weg und setzte sich wieder zu seiner Frau ans Bett.<\/em><br \/>\n<em> \u201eWenn ihnen die Unkommodit\u00e4t dieses Hauses zusagt, k\u00f6nnen Sie gerne bleiben. Sie sind auf Reisen?\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eJa\u201c, erwiderte ich, \u201e auf dem Weg nach B. Ich studiere dort.\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eOh\u201c, sagte der Alte und schien neugierig. \u201eWas studieren Sie denn?\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eWissenschaften\u201c, sagte ich.<\/em><br \/>\n<em> Der Alte nickte, ohne seinen Blick von der Kranken zu wenden.<\/em><br \/>\n<em> \u201eWissenschaften. Das ist gut. Man kann nie genug wissen.\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eIst es wirklich kein Umstand, wenn ich bleibe?\u201c, fragte ich vorsichtig. \u201eNur bis morgen, dann bin ich sehr fr\u00fch schon wieder weg. Um Verpflegung brauchen Sie sich nicht k\u00fcmmern. Eine einfache Schlafstatt und ich bin der dankbarste Mensch der Welt.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Ein L\u00e4cheln huschte \u00fcber das faltige Gesicht des Alten.<\/em><br \/>\n<em> \u201eDieses Haus hat in seiner \u00fcbervollen Leere einen gro\u00dfen Mangel an Leben, aber keinen an Schlafgelegenheiten. Suchen Sie sich einfach ein Zimmer und machen es sich dort bequem. Nur entschuldigen Sie bitte, wenn ich bei meiner Frau verweile. Es steht heute gar nicht gut um sie.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Er nahm aus einer mit etwas Wasser gef\u00fcllten Sch\u00fcssel ein Tuch, dr\u00fcckte es mit seinen kn\u00f6chrigen Fingern aus und legte es der Frau auf die Stirn.<\/em><br \/>\n<em> \u201eWas fehlt ihrer Frau?\u201c, traute ich mich zu fragen.<\/em><br \/>\n<em> \u201eSie hat seit einer Weile Fieber und Schmerzen. Das Alter vielleicht, oder eine pl\u00f6tzliche Krankheit, ich wei\u00df es nicht.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Er nahm das Tuch von ihrer Stirn und befeuchtete Wangen, Mund und Kinn der Kranken. Ihr kalkwei\u00dfes Gesicht leuchtete in dem abgedunkelten Raum, als w\u00fcrde all das sp\u00e4rliche Licht des Zimmers sich auf ihrer Haut sammeln und als kranker Widerschein zur\u00fcckgestrahlt.<\/em><br \/>\n<em> \u201eHaben Sie schon einen Arzt konsultiert?\u201c, fragte ich.<\/em><br \/>\n<em> \u201eNein\u201c, meinte der Alte kopfsch\u00fcttelnd. \u201eSicher, das w\u00e4re eine gute Idee. Aber der Arzt wohnt im Dorf, etwa eine Stunde von hier. Um ihn zu rufen, m\u00fcsste ich sie alleine lassen. Und das m\u00f6chte ich nicht. Wir haben uns noch nie gegenseitig alleine gelassen, verstehen Sie?\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eIch kann f\u00fcr Sie gehen und den Arzt holen\u201c, schlug ich vor. \u201eDer Sturm hat sich ja gelegt und ich bin schnell zu Fu\u00df.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Der Alte blickte mich mit seinen gelben, feucht schimmernden Augen an.<\/em><br \/>\n<em> \u201eWenn Sie das f\u00fcr uns tun w\u00fcrden\u2026 Vielleicht kann er ihr tats\u00e4chlich helfen.\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eWo finde ich den Doktor?\u201c, wollte ich wissen.<\/em><br \/>\n<em> \u201eGleich am Eingang des Dorfes. Sein Name ist mir entfallen, aber er wohnt im zweiten Haus auf der linken Seite. Schnell gehen Sie. Bitte!\u201c<\/em><br \/>\n<em> Mit den letzten Worten war seine Stimme schrill geworden und ich sah wie sein ganzer K\u00f6rper bebte.<\/em><br \/>\n<em> \u201eGehen Sie schnell!\u201c, wiederholte er. \u201eLaufen Sie und retten Sie meine Frau und mich!\u201c<\/em><br \/>\n<em> Etwas veranlasste mich, dem Alten meine Hand auf die Schulter zu legen. Vielleicht wollte ich ihn beruhigen, oder einfach nur versichern, dass er sich auf mich verlassen k\u00f6nne. Seine Schulter war knochig und der Baumwollstoff seines Hemdes f\u00fchlte sich feucht und kalt an.<\/em><br \/>\n<em> Ich zog meine Jacke \u00fcber, lief den Flur entlang, die Treppe hinunter und durch die dunkle Eingangshalle wieder nach drau\u00dfen. Zu meinem Erstaunen war der Sturm offenbar zur\u00fcckgekehrt. Heftiger als zuvor lie\u00df er alle B\u00e4ume schwanken und trieb Laub und loses Ge\u00e4st in wilden Wirbeln durch den Garten und \u00fcber den Weg. Ich klappte den Kragen meiner Jacke hoch und lief so schnell ich konnte zur Stra\u00dfe und dann immer weiter in Richtung Dorf.<\/em><br \/>\n<em> Als ich dort ankam, war es schon dunkel. Zun\u00e4chst standen nur einige H\u00e4user auf der rechten Seite der Stra\u00dfe, dann aber folgte ein Hof auf der linken. Danach ein altes Haus, indem jedoch kein Licht brannte. Dies musste das Haus des Doktors sein. Ich h\u00e4mmerte gegen die T\u00fcr, rief und klopfte. Nichts jedoch r\u00fchrte sich. Also lief ich weiter ins Dorf hinein und kam zu einer Schenke, an einem kleinen Platz, den ich f\u00fcr den Marktplatz hielt.<\/em><br \/>\n<em> Drinnen sa\u00dfen einige M\u00e4nner und tranken Bier in der stickigen Luft. Ich ging zum Tresen und sprach den Wirt an:<\/em><br \/>\n<em> \u201eIch suche den Doktor.\u201c, sagte ich, v\u00f6llig au\u00dfer Atem.<\/em><br \/>\n<em> Der Wirt war ein gro\u00dfer Mann, trug wei\u00dfe Hosen und einen wei\u00dfen Kittel, \u00fcbers\u00e4t mit Flecken und Spritzern.<\/em><br \/>\n<em> \u201eWelchen Doktor, Fremder?\u201c fragte er.<\/em><br \/>\n<em> \u201eDen, der am Ortauseingang wohnt, im zweiten Haus auf der linken Seite.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Der Wirt sah zun\u00e4chst mich, dann die anderen G\u00e4ste verwundert an, die mittlerweile von ihren Gespr\u00e4chen oder ihrem Kartenspiel gelassen hatten und alle in meine Richtung starrten.<\/em><br \/>\n<em> \u201eDer meint doch nicht den alten Hurfengel?\u201c, fragte einer.<\/em><br \/>\n<em> \u201eIch wei\u00df seinen Namen nicht\u201c, erkl\u00e4rte ich, \u201enur dass er eben dort wohnt, und dass der alte Mann, der an der Stra\u00dfe in Richtung A. lebt, seine Hilfe braucht. Die Frau des Mannes ist sehr krank.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Alle sahen mich an als w\u00e4re ich ein Geist oder sonst eine sonderbare Erscheinung. Der Wirt war der erste, der die Sprache wieder fand.<\/em><br \/>\n<em> \u201eWelcher alte Mann?\u201c fragte er.<\/em><br \/>\n<em> \u201eDer Alte, der mit seiner Frau in diesem schon sehr verfallen Haus wohnt, etwa eine Stunde von hier.\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eDer meint doch nicht den Professor?\u201c, fragte wiederum jemand.<\/em><br \/>\n<em> \u201eOb er Professor ist, wei\u00df ich nicht. Er ist klein und alt und seine Frau liegt in schwerem Fieber.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Pl\u00f6tzlich fing der Wirt an zu l\u00e4cheln. Nicht nur zu l\u00e4cheln, es wurde ein Lachen, das sein ganzes Gesicht \u00fcberschwemmte.<\/em><br \/>\n<em> \u201eJunger Freund\u201c, sagte er, \u201esie sind wohl zulange in diesem Sturm da drau\u00dfen gewesen. Hat es Ihnen vielleicht den einen oder anderen Ast aufs Haupt geweht? Der Arzt, nach dem sie fragen, ist schon lange von hier fortgezogen. Und das Haus, von dem sie sprachen, ist das vom Professor. Und der ist schon seit Jahren tot.\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eAber nein\u201c, rief ich, \u201edas kann nicht sein. Ich war doch heute dort, habe mit ihm geredet. Seine Frau ist sehr krank und er sorgt sich, weil sie dringend einen Arzt ben\u00f6tigt.\u201c<\/em><br \/>\n<em> Die Belustigung des Wirtes griff nun \u00fcber auf alle Besucher der Schenke und es wurden abenteuerliche Vermutungen angestellt, auf welche Weise der Sturm mir die Sinne verwirrt h\u00e4tte. All meine Beteuerungen die Wahrheit zu sagen, n\u00fctzten nichts. Sie spotteten, dann wollten sie mich einladen mit ihnen zu trinken, aber keiner schenkte mir Glauben oder bem\u00fc\u00dfigte sich, mir bei der Suche nach einem Arzt zu helfen. Schlie\u00dflich war ich am Ende meiner Geduld und ich wusste mir keinen anderen Rat, als zum Haus des Alten zur\u00fcckzulaufen, um ihn, wenn ich schon keinen Arzt auftreiben konnte, doch wenigstens beizustehen, und sei es, die letzten Stunden seiner Frau f\u00fcr ihn etwas ertr\u00e4glicher zu gestalten.<\/em><br \/>\n<em> Doch, als h\u00e4tte es der Wirt in seinem ungehobelten und schelmenhaften Sinn vorausgesehen, traf mich auf halben Weg zur\u00fcck ein Ast an den Kopf, so dass ich bewusstlos im Stra\u00dfengraben liegen blieb.<\/em><br \/>\n<em> Der n\u00e4chste Morgen war k\u00fchl und neblig und ich erwachte mit furchtbaren Sch\u00e4delschmerzen. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich gesammelt und die Ereignisse des Vortages rekapituliert hatte. Obwohl noch sehr schwindelig im Kopf, lief ich so schnell es ging zum Haus des Alten. Inzwischen hatte die Sonne den Nebel niedergek\u00e4mpft und das Anwesen machte im ungetr\u00fcbten Tageslicht einen noch verwahrlosteren Eindruck, wie unter dem sturmschwarzen Himmel am Vortag. Und wie gestern, fand ich die T\u00fcre unverschlossen. Innen war es kalt und klamm und ich konnte keinerlei Licht von oben erkennen. Ich rannte die Treppe hinauf, die unter meinen Schritten \u00e4chzte und knarzte, ging in den Flur und fand dort alle T\u00fcren verschlossen. Das Zimmer am Ende des Ganges war ebenso verlassen, wie alle anderen, die ich der Reihe nach untersuchte. Jedes M\u00f6belst\u00fcck war mit einem Laken umhangen und alles erweckte den Eindruck, als h\u00e4tte seit Jahren niemand mehr dieses Haus betreten. In meiner Verwirrung rief ich st\u00e4ndig nach dem Alten, doch bis hinunter in den dunklen, von Spinnennetzen durchwobenen Keller, war keine Menschenseele zu finden.<\/em><\/p>\n<p><em>Voller Angst und zutiefst best\u00fcrzt machte ich mich auf den Weg zur\u00fcck ins Dorf. Der Wirt begr\u00fc\u00dfte mich wie einen alten Bekannten und fragte, ob ich mich denn vom Sturm und all den Sch\u00e4den, die er bei mir angerichtet hatte, gut erholt h\u00e4tte. Nochmals fragte ich ihn nach dem Professor und er wiederholte, was er mir schon am Abend zuvor erz\u00e4hlt hatte. Der Professor, der w\u00e4re schon vor mehr als zehn Jahren gestorben. Allein h\u00e4tte er dort gewohnt, nach dem Tod seiner Frau. Man habe ihn im Garten gefunden, irgendwo zwischen den Kiefern und alle waren sich einig, dass er seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hatte, weil er den Tod seiner Frau nicht verkraftet, und das Leben alleine nicht zu meistern gewusst h\u00e4tte.<\/em><br \/>\n<em> Und so wurde mir bewusst, was ich w\u00e4hrend des ganzen Weges zur\u00fcck ins Dorf schon geahnt hatte. Ich hatte eine Geistererscheinung gehabt und versucht, eine Tote zu retten.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich muss gestehen, dass mir die Geschichte nicht besonders gef\u00e4llt. Nicht in dieser Version. Der Sprache und der beschriebenen Umst\u00e4nde nach, spielt sie wohl Anfang des letzten Jahrhunderts. Sicher, sie war nicht g\u00e4nzlich ungeschickt erz\u00e4hlt, aber doch vorhersehbar und letzten Endes einfach gestrickt. Das Sujet ist zu bekannt. Zumal der Erz\u00e4hler zwei sehr wichtige Dinge nicht aufzul\u00f6sen vermag.<br \/>\nDas eine betrifft die Reaktion der Dorfbewohner. Es h\u00e4tte sie erstaunen m\u00fcssen, dass ein Fremder von einem Arzt wusste, der schon lange nicht mehr dort lebte. Der viel wichtigere Punkt aber betrifft das Wetter. Der Erz\u00e4hler zeigt sich nur m\u00e4\u00dfig erstaunt \u00fcber die Tatsache, dass der Sturm, als er das Haus betritt pl\u00f6tzlich nachl\u00e4sst, um in dem Moment wieder loszubrechen, wo er das Haus verl\u00e4sst.<br \/>\nDennoch habe ich weder die Geschichte (ich gebe zu, ich habe eine Schw\u00e4che f\u00fcr Erz\u00e4hlungen, die von unglaublichen Dingen berichten), noch den Namen des Autors ganz vergessen.<br \/>\nLetzte Woche nun fand ich beim Durchst\u00f6bern alter B\u00fccher auf dem Flohmarkt, ein Buch eben jenes Torben S\u00fc\u00dfmuth. Eine Autobiografie mit dem Titel Glauben an das Unglaubliche, erschienen 1934 im Weger Verlag, S\u00fcdtirol. Ich bl\u00e4tterte es durch und stie\u00df auf ein Kapitel, mit der \u00dcberschrift: Mein Erweckungserlebnis. Und zu meinem Erstaunen war dort Wort f\u00fcr Wort die erw\u00e4hnte Geschichte abgedruckt. Nur, dass sie um einiges l\u00e4nger war. Unter Auslassung der zwei pathetischen Schlusss\u00e4tze, erz\u00e4hlt S\u00fc\u00dfmuth die Geschichte weiter (und er beteuert im Vorwort dieses Buches, alles darin Geschilderte habe sich tats\u00e4chlich so zugetragen).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ob es noch jemanden g\u00e4be, der den Professor pers\u00f6nlich gekannt habe, fragte ich den Wirt.<br \/>\n\u201eAlle, die ihn \u00fcberlebt haben und jetzt noch da sind, kennen ihn\u201c, antwortete er.<br \/>\n\u201eWie war denn sein Name?\u201c<br \/>\n\u201eOh\u201c, meinte der Wirt, \u201e Zackelsberger oder Wackelsberger. Wir haben ihn ja nur immer Herr Professor genannt.\u201c<br \/>\nNochmals fragte ich nach n\u00e4heren Bekannten und der Wirt verwies mich auf die Universit\u00e4t in B., denn dort habe er schlie\u00dflich all die Jahre gelehrt. Und was den Namen betr\u00e4fe, der lautete bestimmt Zackelsberger. Da w\u00e4re er nun sicher.<br \/>\nGespannt machte ich mich auf den Weg nach B. Ich wusste auch schon, wen ich an der Universit\u00e4t fragen musste, um n\u00e4here Informationen \u00fcber den Professor zu bekommen \u2013 unseren Archivar.<br \/>\nIgnaz Kraxner war ein hohles M\u00e4nnlein, der keiner Sache traute, die sich nicht aufgeschrieben fand. Er war Herr \u00fcber abertausende von Schriftst\u00fccken, die nicht nur das Wissen bewahrten, das an unserer Universit\u00e4t im Laufe der Jahrhundert angesammelt worden war, sondern auch die Geschichte dieses Instituts bis ins Kleinste dokumentierte. Einblick in diese Sammlung zu erhalten war nur mit schriftlicher Erlaubnis der Professoren m\u00f6glich und selbst dann gestatte Kraxner niemanden, die wertvollen Bl\u00e4tter auch nur zu ber\u00fchren, sondern er legte sie auf einen der h\u00f6lzernen Tische, die verteilt im Archiv standen. Brav wartete er, bis wir sie durchgesehen und unsere Notizen gemacht hatten, um sie danach sofort wieder an den f\u00fcr sie vorgesehenen Platz zu bringen.<br \/>\n\u201eAh, der Professor Hackenberger\u201c, sang Kraxner im Dialekt, \u201eselig seine Seele. Das war ein guter Mensch.\u201c<br \/>\n\u201eDa ich mich sehr f\u00fcr die Geschichte unserer geliebten Universit\u00e4t interessiere\u201c, versuchte ich glaubhaft zu versichern, \u201e w\u00fcrde ich gerne mehr \u00fcber diesen au\u00dferordentlichen Mann erfahren. Was hat er gelehrt?\u201c<br \/>\n\u201eWissenschaften\u201c, kam die knappe Antwort.<br \/>\n\u201eWissenschaften. Das ist gut. Man kann nie genug wissen.\u201c<br \/>\n\u201eJa was will Er denn nun?\u201c, fragte Kraxner ungeduldig.<br \/>\nJetzt war eine L\u00fcge notwendig. Eine glaubhafte Geschichte, die mir der verkn\u00f6cherte Archivar abnehmen w\u00fcrde. Eine, die mit Autorit\u00e4t untermauert w\u00e4re.<br \/>\n\u201eMein Professor, Sie kennen ihn, er meint, der Herr Professor Hackenberger sei die richtige Leitfigur f\u00fcr uns junge Studenten. Sein Beispiel erleuchte den Pfad, der zur Erkenntnis und Wissen f\u00fchrt und deshalb sollten wir ihn uns zum Vorbild nehmen. Und da ich, im Gegensatz zum meinen Kommilitonen, auch Umwege nicht scheue, habe ich mir gedacht, Sie k\u00f6nnten mir mehr Auskunft geben \u00fcber diesen hervorragenden Mann.\u201c<br \/>\n\u201eDas hat ihr Professor gesagt? \u00dcber den Hackenberger? Na das wundert mich dann schon.\u201c<br \/>\nKraxner zog den linken Nasenfl\u00fcgel ein wenig nach oben, was bei ihm immer das Zeichen einer gewissen Sympathie war und so wagte ich einen k\u00fchnen Vorsto\u00df.<br \/>\n\u201eK\u00f6nnen Sie mir nicht was geben\u201c, fragte ich, \u201edas meinen Professor beeindruckt? Etwas, das zeigt, dass ich mich wirklich mit Energie der Aufgabe angenommen und flei\u00dfig \u00fcber den Herrn Professor Hackenberger geforscht habe?\u201c<br \/>\nKraxner \u00fcberlegte eine Weile, w\u00e4hrend er den schmalen Schlitten seines Nasenbeins massierte. Dann sagte er:<br \/>\n\u201eAls der Professor starb, erbte ein Neffe, der irgendwo im Ausland verweilt, seinen Besitz. Gek\u00fcmmert hat er sich allerdings nicht darum. Des Professors pers\u00f6nliche Aufzeichnungen wurden uns \u00fcberantwortet. Ich k\u00f6nnte sie Ihnen zeigen\u2026\u201c<br \/>\nKraxner machte eine Pause, um mir die Schwere der Entscheidung, die er nun zu treffen hatte, deutlich zu machen.<br \/>\n\u201e\u2026 aber die sind, ohne pers\u00f6nlich werden zu wollen\u2026sehr\u2026\u201c<br \/>\n\u201eSchwer verst\u00e4ndlich?\u201c, versuchte ich den Archivar auf die Spr\u00fcnge zu helfen.<br \/>\n\u201eDurcheinander.\u201c, sagte er schlie\u00dflich und schien erfreut, das richtige Wort gefunden zu haben. Wobei ihm sogleich noch ein besseres einfiel:<br \/>\n\u201cUn\u00fcbersichtlich.\u201c<br \/>\n\u201eDarf ich dennoch einen Blick hineinwerfen?\u201c fragte ich.<br \/>\nWieder \u00fcberlegte Kraxner unn\u00f6tig lange, um schlie\u00dflich mit einem Seufzer zu sagen:<br \/>\n\u201eNa gut. Wenn es Ihr Professor so will. Und ich m\u00f6chte Ihrer Carrier ja auch nicht im Wege stehen.\u201c<br \/>\nSprachs und verschwand zwischen den vielen Regalen, um nach einigen Minuten mit einem Stapel von lose gebunden Heften zur\u00fcckzukommen.<br \/>\n\u201eDas sind sie\u201c, sagte er beinahe triumphierend. \u201eBl\u00e4ttern sie mit Bedacht. Ich bin hier bis um neun Uhr. Solange k\u00f6nnen Sie darin lesen.\u201c<br \/>\nArtig bedanke ich mich und machte mich sogleich \u00fcber die Aufzeichnungen. Schnell stellte ich fest, dass Kraxner nicht \u00fcbertrieben hatte. Alle Hefte waren voll geschrieben, ohne Abs\u00e4tze und zus\u00e4tzlich mit Randnotizen versehen. Das meiste drehte sich um seine Forschungen, aber hin und wieder gab es Passagen, da beschrieb er einen Studenten, der ihm aufgefallen war, ein gutes Essen mit Freunden, die Pflege seines Hauses und die Probleme der Rosenz\u00fcchtung. Zwischendrin fanden sich Tagebucheintragungen, die sich haupts\u00e4chlich um das k\u00f6rperliche Befinden entweder seiner Frau oder seiner selbst drehten. Lange hatte ich meine Ruhe, doch dann h\u00f6rte ich, wie Kraxner zur\u00fcckkam.<br \/>\n\u201eEine halbe Stunde haben Sie noch. Dann ist Feierabend.\u201c<br \/>\nH\u00f6flich bedankte ich mich und bl\u00e4tterte weiter. Ich war gerade dabei, das letzte der Hefte durchzuschauen, da stie\u00df ich auf folgen Eintrag, datiert auf den 03.02.19..:<br \/>\n\u201eWelch Weh mit Lieschen! Die Knochen, sagt sie, bohren sich durch ihre Haut, die sich ihr wie zu Tode gegerbtes Leder anf\u00fchlt. Was frisst da in ihrem Leib?\u201c<br \/>\nUnd f\u00fcr die folgende Nacht:<br \/>\n\u201eKein Schlaf mehr m\u00f6glich. Sie ist kalt, als wollten sich Eisschollen auf ihrer bleichen Haut bilden. Warum scheute sie den Arzt so lange? Warum scheue ich ihn? Aber auch sie sind nur Wissenschaftler und wissen gar nichts!\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>05.02.<\/em><br \/>\n<em> \u201eIch bete wieder. Hilfloses Selbstgespr\u00e4ch, elende Jammerei. Und doch, es scheint, als ob es ein Auge g\u00e4be, das zu uns herabschaut. Lieschen ist mit hohem Fieber durch die Nacht gegangen. Wenn es Wunder g\u00e4be, so dachte ich, w\u00e4re jetzt die Zeit. Dann stand ein Fremder im Zimmer, ein Student auf Durchreise und fragte nach Obdach. Ein Sturm hatte ihn ins Haus getrieben und nun wei\u00df er auch um den Sturm im Haus und hat sich bereit erkl\u00e4rt, den Doktor zu holen. Wenn dieser nur lindern kann, den Kiesweg einebnen, auf dass Lieschen noch ein wenig weiterschreiten kann.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>06.02.<\/em><br \/>\n<em> War es ein Teufel oder ein Traum? Der junge Mann kommt nicht zur\u00fcck. Lieschen fiebert und wird irre. Redet von Kindern, die sie nie hatte. Jagt mir ihre Tr\u00e4ume ins Gesicht, und ihr Wahn geht immer mehr auf mich \u00fcber. Warum kommt niemand? F\u00fcr einen Moment schien es mir, als g\u00e4be es doch einen Grund zu glauben.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>12.02.<\/em><br \/>\n<em> Die Erde, in die man Lieschen gelegt hat, ruft auch mich. Es gibt noch zu ordnen, zu regeln, bis ich ihr nachgehe.<\/em><\/p>\n<p><em>Es folgten noch einige Berechnungen und eine kurze Abhandlung \u00fcber ein mathematisches Problem, das ich nicht verstand, dann war ich am Ende der Aufzeichnungen. Kraxner erschien und nahm die Hefte vom Tisch.<\/em><br \/>\n<em> \u201eUnd\u201c, fragte er, \u201esind Sie jetzt schlauer?\u201c<\/em><br \/>\n<em> Wie im Traum antwortete ich:<\/em><br \/>\n<em> \u201eJa, das bin ich.\u201c Und als ich das Archiv verlie\u00df, \u00fcber den gro\u00dfen Hof ging, das beeindruckende Geb\u00e4ude unserer Universit\u00e4t im R\u00fccken, dachte ich: Ja, ich bin viel schlauer. Denn ich wei\u00df jetzt, dass es eine Wissenschaft gibt, der ich mich verschreiben muss. Der Wissenschaft von den Dingen, jenseits aller wissenschaftlichen Erkenntnis.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist offensichtlich, dass S\u00fc\u00dfmuth aus diesem Erlebnis die falschen Schl\u00fcsse gezogen hat. Den Rest seines Lebens besch\u00e4ftigte er sich mit Spiritismus, Okkultismus, Astrologie und dem Vodookult. Immer auf der Suche nach dem \u00dcbernat\u00fcrlichen, dessen Zeuge er selbst gewesen zu sein glaubte. Vielleicht hatte er aber nur jene Grenze \u00fcberschritten, von der Barabasch in seinem Traktat sprach und ist von einem Zeitpartikel in einen anderen gefallen. Dann h\u00e4tten wir es hier mit Physik zu tun, und nicht mit irgendwelcher Geisterseherei.<\/p>\n<p>Bleibt die Frage, ob S\u00fc\u00dfmuths Geschichte wahr ist? Aber ist denn Barabaschs Vermutung \u00fcber die Zeit wahr? Ich denke, es geht nicht um wahr oder falsch. Unsere Welt besteht nicht aus Tatsachen, sondern nur aus M\u00f6glichkeiten. In jedem denkenden Kopf wird eine von diesen favorisiert, eine andere abgelehnt. Nur manchmal, da kreuzen sich die Wege. Dann trifft eine Idee auf eine Geschichte, und egal, ob alles nur erdacht und erfunden wurde, ihr Zusammentreffen bezeugt, dass sie wahrhaftig sind. <span id=\"sig166710\" class=\"postbody\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ungarische Philosoph Lajos Barabasch, ein Freund von George Luk\u00e1cs und Melchior Palagyi, entwickelt in seinem 1934 erschienen Traktat \u201eVom \u00dcberschreiten der Zeit\u201c die Idee, Zeit bestehe aus winzigen Bruchst\u00fccken, die jedes f\u00fcr sich existieren. Er beruft sich dabei auf Aristoteles, bewegt sich aber sehr schnell weg von dessen Auffassung, dass diese Zeitpartikel zwangsl\u00e4ufig ein&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":27,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-178","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-texte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/178","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/27"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=178"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/178\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":181,"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/178\/revisions\/181"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=178"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=178"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tloenfahrer.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=178"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}